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Die Felsentempel von Abu Simbel
Die Felsentempel von Abu Simbel, zählen zu den grossartigsten Baudenkmälern des ägyptischen Altertums. Beide Tempel entstanden während der Regierungszeit Ramses`II (1290-1224 v.Chr.) und sollten zu dessen dreissigstem Regierungsjubiläum vollendet worden sein. Die Tempel versanken im Laufe der Zeit im Wüstensand und blieben bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts vergessen. Am 22. März 1813
entdeckte der Schweizer Orientreisende Johann Ludwig Burckhardt die aus
Sandverwehungen herausragenden Köpfe der Ramseskolosse. Erst im Jahre
1817 begann der Italiener Belzoni mit der systematischen Freilegung der
Heiligtümer.
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Zirka 300 Kilometer von Assuan
entfernt befindet sich das grossartigste Bauwerk aller Zeiten:
A) Grosser Tempel Die Tempelachse ist so nach Osten ausgerichtet, dass nur zweimal im Jahr, am 21. Februar und am 21. Oktober - eines davon war möglicherweise der Krönungstag Ramses' II. -, die Göttergestalten im Sanktuarium von der aufgehenden Sonne erhellt wurden. Diese stets wiederkehrende Erscheinung war sicherlich Gegenstand kultischer Verehrung und wird auch heute noch als grossartiges Schauspiel beschrieben.
In der Allerheiligste steht die Statue des vergöttlichten Ramses II ., sitzend, zusammen mit der Triade Ptah, Amon- Rah und Harmakis. Angesichts dieser Statuen bemerkte man, dass dieser Tempel nach einem präzis festgelegten Bauplan errichtet worden war, dass man das "Sonnenwunder" zweimal jährlich beobachten kann. Bei der
Sonnenwende dringt die Sonne die Gesamtlänge des Tempels durch und
beleuchtet in spektakulärer Weise die Statuen von Amon, Harmakis und
Ramses II. Nach ca. 20 Minuten verlässt die Sonne wieder den heiligen
Platz. Auffallend ist, dass Ptah -- der Gott der Dunkelheit -- nie von den
Strahlen getroffen wird.
Vor
der mächtigen, 33m hohen Tempelfassade erheben sich vier aus dem Felsen
gehauene, auf schlichtem Thron sitzende Kolossalstatuen Ramses 'II. Die mit
20m Höhe den Memnonkolossen in Theben-West vergleichbaren Gestalten sind
in ihren Zügen hervorragend gearbeitet und beherrschen das Gesamtbild der
gewaltigen Felsfassade. Das Gesicht des Königs mit seinen weichen Zügen
und der charakteristischen Nase ist beim ersten Koloss (ganz links) am
besten erhalten.
An den dem Eingang zugekehrten Thronseiten der mittleren Kolosse sind die zwei Nilgötter dargestellt, die Papyrus und Lotos, als Wappenpflanzen Ober- und Unterägyptens, um das Schriftzeichen "vereinigen" schlingen; darunter eine Reihe Gefangener: links Kuschiten (als Schwarze dargestellt), rechts Syrer. B) Tempel der Nefertari
Nur wenige Meter vom Grossen Tempel entfernt liegt der Kleine Hathor -Tempel, der auch der wichtigsten Gemahlin Ramses II., Nefertari geweiht war. Sechs überlebensgrosse Statuen von Ramses und seiner Gemahlin verzieren das Felsenportal. In der Säulenhalle im Innern Darstellungen ähnlich den Motiven des Grossen Tempels, vorwiegend jedoch religiöser Art. Die Säulen der Halle sind mit hübschen Hathorkopfen verziert. Insgesamt lohnt sich der Besuch dieses kleineren Tempels sehr, am besten geht man zuerst dorthin - und nicht zu Ramses II. -, während sich die anderen Reisenden der ankommenden Gruppe mit grosser Sicherheit zunächst einmal in den Grossen Tempel begeben.
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