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Der Horus Tempel, Edfu

Der Horus- Tempel von Edfu befindet sich - wie der Name schon andeutet - in der Stadt Edfu, ca. 100 km südlich von Luxor. Die Stadt selbst ist eine ehemalige Hauptstadt des zweiten Oberägyptischen Gaues. Die Stadt wurde von den Ägyptern als Djeba bezeichnet und von den Griechen und Römern als Apolonopolis Magna.

Eine besondere Bedeutung - zum Einen durch den Reichtum der Stadt, zum Anderen durch die strategisch günstige Lage - ist bereits seit der frühesten Zeit belegt. Die Stadt - im Alten Reich als "Wächterin des Tores von Elephantine" bezeichnet - war wie Koptos Ausgangspunkt einer Route zwischen arabischer Wüste und Rotem Meer, wonach (fast) zwangsweise Reisende daran vorbeikamen. 

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Statuen des Horus -Falken vor dem Eingang

Der Tempel von Edfu ist dem Gott Horus mit dem Falkenkopf gewidmet. 

Bevor  man  zum  Tempel gelangt , ist  es lohnend, das  "Mammimis"  (= Geburtsort) zu besichtigen. Es gehörte am Anfang zum Tempel des  Horus,  später verwandelte  es sich in eine einzelnstehende Ädikula. Hier sollte sich jedes Jahr das Wunder der Geburt des Horus erneuern. 

Der Tempel ist der besterhaltene in Ägypten. Gerade im überdachten inneren Bereich kann man sich einen guten Eindruck von der Wirkung machen, die einst alle ägyptischen Tempel besessen haben müssen. Manche Räume liegen völlig im Halbdunkel oder erhalten nur durch kleine Öffnungen Licht.

Der erste Grundstein des Tempels wurde im Jahre 237 v. Chr. Gelegt. Fast zwei Jahrhunderte waren notwendig, um dieses riesige Heiligtum zu vollenden. 


Eingangspylon des Horus -Tempels

Die Tempelfassade erhebt sich in ihrer ganzen Mächtigkeit mit dem herrlichen Eingangspylon, der  als der zweit grösste nach dem ersten Pylon des Karnak -Tempels gilt.

Die Aussenseite ist mit Szenen dekoriert, die Ptolemaios XII   Gefangene den Göttern Horus und Hathor opfert, darstellen.

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Typisch ist die Aufeinanderfolge immer kleiner und dunkler werdenden Räume, bis zur Intimität des Heiligtums, dem "sancta Sanctorum".

Im Allerheiligsten des Tempels befindet sich noch der steinerne Schrein, in dem das Götterbild stand. Da diese Kultstatuen aus Edelmetall oder Holz mit Einlagen bestanden, sind sie aus allen Tempeln Ägyptens geraubt wurden. 

In der Nähe stösst man auf einen Raum, in dem einst die heilige Sonnenbarke aufbewahrt wurde. Eine Rekonstruktion, die auf Reliefs im Tempel beruht, steht heute dort.

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Anhand von Reliefs rekonstruierte Barke

Interessant ist der Umgang, der sich um das Tempelinnere zieht. Guterhaltene Darstellungen zeigen unter anderen Horus, der gegen Nilpferde, als Verkörperungen des "bösen" Gottes Seth, kämpft. Die Gesichter der Götter und Pharaonen wurden vermutlich während der christlichen Zeit ausgemeisselt.

 

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