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Impressionen
aus dem Ägypten der Pharaonen
Die
Pyramiden von Ägypten
Pyramide
des Mykerinos
Die Pyramide des Mykerinos (altäygptisch:
Menkaure) erscheint im Vergleich zu den beiden anderen Pyramiden von Gizeh
gerade zu zwergenhaft: Die Grundfläche der Cheopspyramide ist mehr als viermal
so gross wie die des Menkaure. Auch schneidet sie mit ca.65 Metern Höhe im
vergleich zur Cheopspyramide (146 Meter) schlecht ab. Dass sie nur ein Zehntel
des Masses der Grossen Pyramide hat, fällt da auch nicht mehr ins Gewicht
.
Dafür ist die
Mykerinospyramide und der dazugehörende Komplex weitaus hochwertiger
ausgeführt: Grosse Teile bestehen aus hochwertigem Granit, nicht aus Sand- oder
Kalkstein. Besonders der Totentempel übertrifft an Komplexität und
Ausstattung, die Tempel seiner Vorgänger.
Beim Bau dieses Tempels wurde
ein 200 Tonnen schwerer Stein verbaut - der schwerste in Gizeh ! Doch der Tempel
wurde von Menkaure nicht fertiggestellt, sondern von seinem Nachfolger
Schepseskaf mit Lehmziegeln hastig vollendet. Doch diese Tatsache war eine
Sensation für die Ägyptologen: Es war eine Momentaufnahme dieser Bauphase.
Die Pyramide schliesslich war
eine Meisterleistung: Mit 65 Metern war sie dennoch von enormer Grösse, nur
wenige Pyramiden waren grösser. Wie bereits erwähnt wurden ausgewählte
Materialien verwendet. Die unteren 16 Lagen waren mit edlem Rosengranit
verkleidet. Die Verkleidung des oberen Teiles war aus Tura -Kalkstein gefertigt

Der Innenbau war äusserst
kompliziert: Über den Eingang, in vier Meter Höhe, gelangt man in einen
absteigenden Gang. Nach 31 Metern erreicht man die sogenannte
Paneelkammer.
Sie ist seit Djoser die erste
verzierte Kammer einer ägyptischen Pyramide. Von ihr führt ein Gang weiter ins
Herz der Pyramide. Einst war er mit drei Fallsteinen blockiert. Dann folgt der
grösste Raum der Pyramide, die Vorkammer. Von ihr führen zwei Passagen weg.
Eine endet oberhalb des Felsmassiv im Nichts. Die andere Passage bringt einen
zur Grabkammer, zweigt aber davor noch in eine Kammer mit sechs Nischen
ab.
Die Grabkammer, vollkommen aus
Granit gefertigt, wird von einem Giebeldach gekrönt, in dessen Unterseite ein
Tonnengewölbe gemeisselt wurde.
Ein Sarg, der mit einer
Palastfassade verziert war, wurde gefunden, versank aber auf dem Weg nach
England an Bord des Schiffes "Beatrice". In diesem Steinsarg befand
sich ein Holzsarg mit dem Namen des Menkaure / Mykerinos , in dem sich Knochen
befanden. Der Holzsarg stammt vermutlich aus saitischer Zeit. Die Leichenteile
sind noch jünger, sie stammen aus christlicher Zeit.

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