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Geschichte    Das Byzantinische Konstantinopel   Das Osmanische Istanbul

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Istanbul

Die einzige Stadt der Erde, die auf zwei Kontinenten liegt

Sie erstreckt sich sowohl auf der europäischen wie auf der asiatischen Seite des Bosporus.

Eine Stadt, die aufgrund ihrer geographischen Lage im Mittelpunkt der Alten Welt liegt, ist durch ihre historischen Monumente und bezaubernden Naturschönheiten als eine bedeutende Metropole bekannt.

Mit einer Einwohnerzahl von ca. 16 Millionen ist Istanbul die grösste Stadt der Türkei. Sie ist auch die einzige Stadt der Welt, die sich über zwei Kontinente erstreckt, denn ihr Gebiet wird durch eine Meeresenge, den ''Bosporus'', getrennt.

Die Stadt hat eine 2500 jährige, sehr bewegte und bunte Geschichte. Fast 1600 Jahre lang diente Istanbul dem Römischen, Byzantinischen und dem Türkisch-Osmanischen Reich als Hauptstadt. Hier herrschten über 120 Kaiser und Sultane. Auch nachdem Ankara zur Hauptstadt erklärt wurde, verlor Istanbul nichts von seiner Bedeutung. Diese einmalige Stadt konnte bis heute ihr bezauberndes Aussehen bewahren und ihre Lebendigkeit fortführen.

 

Geschichte

Im Jahre 658 v.Chr. gründete eine Gruppe von dorischen Siedlern, geführt von dem König Byzantion, eine Kolonie an dem europäischen Ufer des Bosporus, in einem ruhigen und geschützten Hafen.

Dank seiner glücklichen geographischen Lage (durch die Meerenge des Bosporus ist das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbunden und dieses seinerseits mündet über die Dardanellen in das Mittelmeer) wurde Byzanz sehr bald ein wichtiges Handelszentrum, das dem Perser Darius auffiel, der es im Jahre 513 v. Chr. eroberte.

Die Stadt schloss daraufhin ein Bündnis mit Rom. Im Jahre 324 n. Chr. vereinigte Kostantin beide Teile des Imperiums und am 11.Mai des Jahres 330 taufte er die neue Hauptstadt feierlich auf den Namen Neu-Rom. Sie wird jedoch bekannter unter dem Namen Konstantinopel, und die Kultur, die sie ins Leben ruft, ist die der byzantinischen, die über Jahrhunderte hinweg strahlt. Unter dem Herrscher Justinian, einziges Haupt von Staat und Kirche, gelangt Konstantinopel zu seinem Ruhm.

Gegen Ende des XI. Jh. hatte die geistige Spannung, in der das Abendland lebte, verbunden mit der Idee, die heiligen Stätte von Jerusalem von den Ungläubigen zu befreien, zum Gedanken der Kreuzzüge geführt. Im April des Jahres 1204 eroberten die Kreuzritter Konstantinopel, wo sie ohne Erbarmen plünderten und mordeten, raubten und zerstörten: unzählige Kunstwerke von unschätzbarem Wert gingen unwiderruflich verloren. Auf hunderttausend Einwohner reduziert, seines vergangenen Rums beraubt, wurde die Stadt vom byzantinischen Reich zurückerobert, genau zur der Zeit, als die Macht der türkischen Ottomanen unaufhaltbar vordrang.

Im Jahre 1451 bestieg der Sultan Mehmet den Thron, dessen Traum es schon von jeher gewesen war, sich Konstantinopels zu bemächtigen. Die Belagerung begann am 5. April 1453 und am Morgen des 23. Mai wurde die Stadt besetzt. Auf diese Art und Weise endete das christliche Konstantinopel in den Händen eines gerade erst 23 Jährigen Sultans: die neue Stadt wird später auch einen anderen Namen haben, Istanbul, abgekürzte Form des griechischen Ausdrucks ''eis ten polin'' , was ''zur Stadt hin'' bedeutet.

Die Macht des Osmanischen Reichs erreichte ihren Gipfel mit Süleyman dem Prächtigen, dessen großer Architekt Sinan die Stadt mit großartigen Moscheen, Brücken, Palästen und Brunnen verschönert. Mit dem fortschreitenden Verfall der Osmanischen Macht und der Zerteilung des Reichs, verfällt auch die Stadt, bis der Anbruch des XX. Jh. das Ende des Reichs und die Geburt der jungen türkischen Republik sieht. Im Jahre 1923 wird der Sitz der Hauptstadt nach Ankara verlegt, es ist jedoch immer Istanbul, das mit seinem ruhmreichen Denkmälern die Geschichte seiner Jahrtausendealten Vergangenheit erzählt.

Das Byzantinische Konstantinopel:

Die Stadt Byzantion wurde erst um 660/658 v. Chr. als griechische Handelsniedererlassung und militärischer Stützpunkt an dem wichtigen Wasserweg gegründet. Dank ihrer günstigen Lage entwickelte sie sich bald zu einer wohlhabenden Handelsstadt, die ab dem 5. Jh. v. Chr. sogar eigene Münzen prägte.

Über das Aussehen der Stadt im ersten Jahrtausend ihres Bestehens geben nur einige archäologische Zeugnisse Auskunft. Sicher ist, dass sie von einer Befestigungsmauer umschlossen war und einen Hafen sowie mehrere Heiligtümer mit griechischen Tempeln besass. Ab 146 v. Chr. wurde die Stadt römisch und erhielt ein neues Gesicht.

Aus dieser Epoche sind nur wenige bauliche Reste erhalten, doch man weiss, dass es in der Stadt mehrere Tempel auf der Akropolis, ein Theater an deren Osthang, eine Agora mit Säulenhallen, die Zeuxippos -Termen und ein Hippodrom gab. Die Ausrichtung der nachgewiesenen Bauten lässt auf ein rechtwinkeliges Strassensystem mit einem zentralen Markt auf dem heutigen Platz zwischen Hagia Sophia und Blauer Moschee schliessen .

Kaiser Konstantin I. im machte sie im Jahre 330 zur Hauptstadt des römischen Imperium und nannte sie "Nova Roma". Nach seinem Tod benannte man sie zu seinen Ehren Konstantinopel. Nach der Teilung des Reiches im Jahre 395 in ein östliches und ein westliches Gebiet während der Regentschaft von Kaiser Arcadius, wurde Konstantinopel zur Hauptstadt des oströmischen Reiches (später auch Byzantinisches Reich) und war es bis zur Eroberung durch die Türken (Osmanen) im Jahr 1453.

 

Hagia Sophia

Hagia Sophia, Ayasofya. Die erste Kirche wurde von 325 bis 360 unter Konstantin II. errichtet, auch wenn möglicherweise schon dessen Vater Konstantin I. die Fundamente legen lies. Nachdem sie 404 durch einem Brand zerstört worden war, liess sie Theodosius II. wiederaufbauen und neu einweihen, aber schon 532 fiel sie, während des Nika-Aufstandes, erneut dem Brande zum Opfer. Dies geschah in den ersten Jahren der Regierung Justinians, und der Kaiser, der , von Gott erwählt, der strengste Verfechter der christlichen Orthodoxie war, hatte sich zum Ziel gesetzt, das grösste Gotteshaus der Christenheit zu bauen.

Kaum 32 Tage nach der Zerstörung der Kirche begann man schon mit den Arbeiten: man berichtet, die Form der Kirche habe sich Justinian im Traum erhüllt. Am 27. Dezember 537 wurde die Hagia Sophia feierlich vom Kaiser eingeweiht. Man erzählt sich, dass Justinian, als er vor der Kirche angelangt war, die Arme zum Himmel erhob und ausrief: ''Gepriesen sei Gott, der mich dazu auserkoren hat, ein so grosses Werk zu Ende führen. Oh Salomon, ich habe dich übertroffen!'' Tatsächlich schien die Hagia Sophia Salomons Tempel in Ausmassen, Schönheit und Reichtum zu übertreffen. Am 19. Mai 1453 wurde Konstantinopel von den osmanischen Türken erobert.

Am späten Nachmittag desselben Tages betrat Fatih Sultan Mehmet die Hagia Sophia, und nach neun Jahrhunderten christlicher Gottesdienste hallte zum ersten Mal das Gebet des Muezzin von den mächtigen Kuppeln wider.

Die Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee wurde mit unglaublichem Respekt durchgeführt, selbst wenn natürlich zahlreiche Änderungen vorgenommen wurden: das Metallkreuz in der Kuppel wurde von einem Halbmond ersetzt, der, so berichtet man, ein halbes Jahrhundert spaeer mit Gold 50.000 eingeschmolzener Münzen überzögen wurde; anstelle des Ambon wurde eine Kanzel errichtet sowie ein Mihrab für das Gebet in Richtung Mekka. Mit dem 20.Jh. begann der Niedergang des osmanischen Reiches und es entstand die junge türkische Republik. Ihr erster Präsident , M. Kemal Atatürk, beschloss, die Moschee in e,n byzantinisch-osmanisches Museum umzuwandeln, und im April 1932 begann man die Mosaiken freizulegen.

Zisternen (Yerebatan Sarayi, das ''versunkene Schloss'')
Yerebatan Sarayi, das ''versunkene Schloss'' gegenüber der Hagia Sopia (Aya Sofya), ist eine unter Justinian im Jahre 532 angelegte Zisterne mit 80.000 m3 Fassungsvermögen. 336 Säulen mit  korinthischen Kapitellen tragen in zwölf Reihen das düstere Gewölbe.

Das Wasser, das in bester Qualität aus dem Hochland im Westen von Marmara kam, diente einst zur Versorgung des königlichen Haushaltes. Die Zisterne ist 138 m lang und 65 m breite

 

Valens-Aquädukt (Bozdogan Kemeri)
Dieses Aquädukt erstreckte sich über die Istanbuler Stadtteile Sarachane und Zeyrek. Der Bau wurde in der Herrschaftsperiode Konstantins des Großen (306-337) begonnen und im Jahre 378 unter Kaiser Valens fertig gestellt. Dieses Aquädukt beförderte das von Alibeyköy kommende Trinkwasser an alle Orte der Stadt. Das Bauwerk besteht aus zweigeschossigen Bögen (18,5 m Höhe), die ursprünglich mehr als einen Kilometer lang waren. Heute steht noch ein Teil in einer Länge von etwa 800 m aufrecht.

Irenenkirche
Die älteste der Istanbuler Kirchen ist wie die Hagia Sophia eine Kuppelbasilika. Sie wurde im Auftrag des Kaiser Konstantin des Grossen erbaut und dem "Göttlichen Frieden" geweiht. Auch sie brannte während des Nika-Aufstandes ab und wurde unter Kaiser Justinian wieder aufgebaut und dabei gleichzeitig vergrößert.
 

Archäologisches Museum Istanbul


Alexander der Grosse

Das Museum besitzt viele herausragende Stücke, wie z.B. den links abgebildeten Alexander-Sarkophag. Dieser erhielt seinen Namen wegen der vielen Alexanderfiguren an den Längsseiten. Weitere bedeutende Sarkophage sind der der "Klagenden Frauen" sowie der Lykische Sarkophag. Alle genannten Sarkophage stammen aus der Königsnekropole von Sidon.

Ausserdem besitzt das Museum eine Reihe von sehenswerten Statuen und Porträtköpfen aus hellenistischer und römischer Zeit wie das dargestellte berühmte Alexander-Porträt. Weitere römische Porträts zeigen die Kaiser Augustus, Tiberius, Hadrian, Marcus Aurelius, Diokletian sowie von Konstantin.

Stadtmauern
Die ältesten erhaltenen Teile stammen aus der Zeit des Kaiser Konstantin und waren später während der Regierungszeit des Kaiser Theodosius II. vergrößert worden. Sie bestehen aus einer Seemauer und einer doppelten Befestigung auf der Landseite, um die ein Wassergraben gezogen war. Die Befestigungen hatten insgesamt eine Länge von 16 km und waren mit nicht weniger als 400 Türmen versehen.
 

Kaiserpaläste

Der Grosse Palast
Im ehemaligen Grossen Palast, der im 4. Jh. unter Kaiser Theodosius II. erbaut wurde, findet man noch einige Fussbodenmosaiken. Diese können aber nur bedingt einen Eindruck von der Pracht des einstigen Palast vermitteln.

Tekfur-Palast
Dies war in der Spätphase des Byzantinischen Reiches (11. bis 14. Jh.) die Kaiserresidenz. Hier residierten nach der Eroberung durch die Kreuzritter auch die sogenannten lateinischen Kaiser.


 

Das Osmanische Istanbul :

Die Sultan Ahmet-Blaue Moschee.
Wer wenigstens einmal in Istanbul gewesen ist, wird nie das Gefühl von Erstaunen und Bewunderung vergessen, das ihn ergriff, als er zum ersten Mal vor der Blauen Moschee stand: die schlanken Minarette, die kühn zum Himmel ragen, ihre enormen Ausmasse, die Kaskade von Kuppeln, die verblüffende Sanftheit ihrer Farben und Formen. Von der Galata Brücke oder vom Goldenen Horn aus ist die Ansicht einzigartig.

Sultan Ahmet Moschee, Blaue Moschee ist die einzige der Welt, die sechs Minarette hat. Mit ihrem Bau wurde von dem strenggläubigen Sultan Ahmet I., der den Thron schon als vierzehn jähriger bestiegen hatte, Mehmet Aga, ein Schüler des grossen Sinan, beauftragt. Man nannte ihn auch ''Sedefkar'', was soviel wie ''Perlmuttbearbeiter'' bedeutet.

Die Arbeiten an dieser Moschee begannen 1609 und wurden erst 1616 abgeschlossen, gerade ein Jahr vor dem Tode des Sultans, der dafür gut 1.181 Goldtaler ausgegeben hatte. Es wird überliefert, dass Ahmet I. am tage der feierlichen Einweihung zum Zeichen seiner Demut einen Hut in der Form des Fusses des Propheten trug.

Das erste was einem auffällt, wenn man auf die Moschee zufährt, ist, dass diese als einzige in der Welt sechs Minarette besitzt, von denen vier drei Umgänge besitzen, insgesamt sechzehn. Als die Moschee fertig gestellt war, musste der Sultan für die Moschee in Mekka, die auch sechs Minarette hatte, ein siebtes bauen lassen, um deren religiöse Vorherrschaft wiederherzustellen.

Das Innere des Moschee ist ein beinahe quadratischer riesiger Raum, in den das Licht durch 260 Fenster fällt und spielerisch die Oberflächen verwandelt. Die mächtige Kuppel (43 m hoch) wird von vier mächtigen Pilastern mit einem Durchmesser von je 5 m getragen, die vertikal gerillt sind und ''Elefantenfüsse'' genannt werden.

Aus diesem perfekt ausgewogenen Ganzen tritt das herrliche blaue Dekor hervor, das dem Bauwerk seinen Namen gegeben hat. Mauern und Säulen sind nämlich bis zu einem Drittel ihrer Höhe mit 21.043 Majolika-Fliesen aus dem 16. und 17. Jh. verkleidet, in denen Blau als Farbe in allen seine Nuancen dominiert.

Topkapi Palast
Der Topkapi-Palast oder Topkapi Sarayi ist ein aussergewöhnlicher Gebäudekomplex, der sich in herrlicher Lage über dem Marmarameer und dem Goldenen Horn auf einem der sieben Hügel Istanbuls erstreckt.

Topkapi I
Topkapi Sarayi

Hier erhob sich einst der kaiserlichen Palast Konstantins, der aber mit dem Zusammenbruch des Reiches zerfiel. Nach der türkischen Eroberung wählte Mehmet II. zuerst das heutige Universitätsgelände als Standort für seinen Palast, bevor er sich dann entschied, den Topkapi -(Kanonentor) -Palast wiederaufbauen zu lassen. Bis zu 1855, als Abdül Mecit vorzog, in den neuen, prächtigen Palast von Dolmabahce umzuziehen, der nach dem Beispiel der prunkvollen westlichen Residenzen errichtet wurde. Man betritt den Palast durch das mittlere Tor.


Dolmabahce

Das Tor wird von zwei achteckigen Türmen flankiert, in denen früher die zum Tode Verurteilten gefangen gehalten wurden. Allein der Sultan dürfte das Tor zu Pferde passieren alle andere mussten es zu Fusse durchschreiten.

Schatzkammer-Sie ist eine der faszinierendsten und aufregendsten Abteilungen des Topkapi Palast.
Löfflerdiamant- Ein wahres Juwel aus Tausendundeine Nacht: 4 reinste Brillanten umgeben einen 86 karätigen Diamanten.

Dolch von Topkapi- Dieses herrliche Schmuckstück, war ein Geschenk, das Mahmut I. 1746 dem Schah Nadir schickte. Als die türkische Delegation jedoch nach Bagdad kam, erfuhr sie von einer blutigen Revolution in Persien, der auch der Schah selbst zum Opfer gefallen war. Daraufhin kehrten die türkischen Gesandten mit all den Geschenken, darunter auch der Dolch, nach Istanbul zurück. Er ist 35 cm lang, mit Diamanten besetzt.

Thron des Nadir- Er ist auch als Thron des Schah Ismail bekannt und hat die Form eines ovalen Sessels. Er ist aus Ebenholz bearbeitet und mit Gold und einer mit Rubinen und Perlen besetzten Emailschicht verkleidet. Auch das Kissen aus purpurfarbenem Samt ist mit Goldplättchen geschmückt, auf denen aus Perlen, Rubinen und Türkisen bestehende Blumenmotive abgebildet sind.

Sultansthron- Der Thron, den die Sultane zu den Krönungsfeierlichkeiten benutzen, ist 173 cm breit und besteht aus massivem Nussholz, das vollständig mit Blattgold verkleidet ist, wozu 80.000 Golddukaten eingeschmolzen werden mussten. Er wiegt gut 250 kg und ist mit 954 Edelsteinen besetzt.

Harem - Das Wort Harem geht auf das arabische ''Haram'' zurück, das ''verboten'' bedeutet und das dann die neue Bedeutung von ''geschützt, reserviert'' angenommen hat. Tatsächlich ist der Harem die
Privatwohnung des Sultans, der Bereich, in dem die Frauen des Palastes, die Mutter, Schwestern, die Frauen und die Konkubinen des Sultans lebten. Der ausgedehnte Gebäudekomplex des Harem nimmt
ein weites Gelände (15.000 qm) innerhalb des Topkapi in Anspruch.

 


Kultur und Sehenswürdigkeiten:

Museen:
Die bekanntesten Museen in Istanbul sind Topkapi Sarayi, ein ehemaliger Sultanspalast, das Museum Istanbul Modern und der Dolmabahçe Sarayi, ebenfalls ein früherer Sultanspalast, der im 19. Jahrhundert im neubarocken Stil erbaut wurde. Viele der berühmten Moscheen wurden inzwischen in Museen verwandelt, die eindrucksvolle Einblicke in die Zeit der Osmanen gewähren.

Auch nichtmuslimische Besucher sind willkommen, müssen jedoch währen der Gebetszeiten draussen bleiben. Die Moscheen haben Jahrhunderte lang Erdbeben getrotzt und sind in der Bauweise und Stabilität nahezu einmalig. Ein Besuch in einer Moschee ist für jeden Touristen ein Muss. Es gibt auch zahlreiche Kunstmuseen, bei denen es sich auch lohnt, sie zu besuchen. Die wichtigsten und wertvollsten Gemälde der Türkei sind in den Museen von Istanbul.

Bauwerke

Der römische Kaiser Konstantin der Grosse machte im Jahre 324 die Stadt Byzanz zu seiner neuen Hauptstadt, die später den Namen Konstantinopel erhielt. Wie Rom war auch Konstantinopel auf sieben Hügeln errichtet worden und früher von einer Stadtmauer umgeben. Die 413 von Kaiser Theodosius II. errichtete Theodosianische Landmauer ist heute überwiegend eine Ruine.

Das südlich und westlich des "Goldene Hornes" - mit der Grabmoschee des Prophetengefährten Ayub (Eyüp Camii) - gelegene Stambul-Viertel ist der älteste Teil der Stadt. Nordöstlich von Stambul liegt das Geschäftsviertel Galata, das durch zwei Hängebrücken - die Galatabrücke und die Mehmet-Fatih-Brücke mit Stambul verbunden ist. Wohngebiete befinden sich unter anderem in Beyoglu (Pera) und Üsküdar auf der asiatischen Seite des Bosporus.

Beyoglu ist ein altes Europäerviertel mit den ehemaligen Botschaften und dem von den Genuesern errichteten Galata-Turm. Die drei Kilometer lange Istiklal Caddesi ist der Boulevard für Restaurants, Cafés, Kinos und Geschäfte aller Art. Einige hundert Meter vor Üsküdar auf einer kleinen Insel im Bosporus liegt der Leanderturm (Kiz kulesi, ,Mädchenturm‘), ein Leuchtturm aus dem 18. Jahrhundert.

Die antiken Ursprünge im heutigen Stadtbild sind teilweise noch zu erkennen. Das Hippodrom (At meydani), das Konstantinsforum sowie verschiedene Ehrensäulen und -bögen sind erhalten geblieben. Eines der berühmtesten Gebäude in Istanbul ist die Hagia Sophia (Ayasofya Camii Müzesi, Kirche der Heiligen Weisheit) aus dem 6. Jahrhundert, eine ehemalige Kathedrale des Patriarchen von Konstantinopel und wichtigste Kirche der östlichen Christenheit. Sie wurde im 15. Jahrhundert in eine Moschee umgewandelt. Heute wird sie als Museum genutzt.

Eine Anzahl Bauwerke, die aus der Zeit des Osmanischen Reiches stammen - die Sultanahmet - Moschee oder Blaue Moschee, die Süleymaniye -Moschee mit ihrem Stiftungskomplex und die Beyazit Camii bei der Universität, die älteste Moschee der Stadt - spiegeln stilistische Einflüsse der Hagia Sophia wider. Die hohen, schmalen Minarette und die Ornamente im Inneren zeigen jedoch den türkischen Ursprung. Am Ufer des Bosporus befindet sich das Dolmabahçe -Serail, das im 19. Jahrhundert Residenz geworden ist. Es gehört zu den vielen Bauten des „osmanischen Barock”, die im 18. Jahrhunderts unter westlichem Einfluss entstanden.

Weitere bedeutende Bauwerke der Stadt sind die spätbyzantinische Chora-Kirche (Kariye Camii), die Zisterne, der Versunkene Palast (Yerebatan Sarniçi), Yedikule (die Burg der sieben Türme), der Valens - Aquädukt, der Camlica- Fernsehturm  und der Endem - Fernsehturm. Einen Besuch wert sind auch der grosse Gedeckte Basar (Kapali Çarsi) und der Ägyptische Basar ( Misir - Çarsisi). Die gesamte Altstadt von Istanbul gehört seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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